PM02 Refugee Support Tour nach Spielfeld/Sentilj gestartet

Die Refugee Support Tour ist seit dem gestrigen Sonntag Abend von Berlin aus auf dem Weg in den österreichisch-slowenischen Grenzbereich in der Nähe der Orte Spielfeld/Sentilj. Insgesamt 16 Menschen sind mit fünf Autos und mehreren hundert Kilogramm Hilfsgütern unterwegs. Unsere Gruppe setzt sich aus Menschen von Anfang zwanzig bis Ende vierzig zusammen, die jeweils unterschiedliche Hintergründe besitzen.

Fünfzehn Aktivisten haben sich heute von Berlin Lichtenberg aus auf den Weg zunächst an den Grenzübergang Spielfeld zwischen Österreich und Slowenien gemacht, um mit ihrer "Refugees Support Tour" benötigte Waren wie Zelte, Lebensmittel und sanitären Bedarf zu den wartenden Geflüchteten zu bringen. Neben den fünf Autos voll mit Hilfsgütern wollen sie auch praktisch die Hilfsinfrastruktur vor Ort unterstützen. Nach Auskunft der Aktivisten auf ihrer Website, wurde seit zwei Wochen mobilisiert und dabei bereits 1.500€ an Spenden gesammelt, zudem hätten sich über 80 Personen gemeldet, die Spenden abgeben oder an der Tour teilnehmen wollten.
© Thorsten Strasas

Zwei Wochen lang hatten wir zu Sach- und Geldspenden aufgerufen. Kindergärten brachten genauso Spenden vorbei, wie die Freie Universität und unzählige Privatpersonen. Bis heute sind auf dem Spendenkonto 1500€ eingegangen, wir rufen auch weiterhin zu Spenden auf. Mit dem Geld werden wir vor Ort dringend benötigte Hilfsgüter und Lebensmittel besorgen.

Letzte Planungen vor der Abfahrt
Letzte Planungen vor der Abfahrt // © Thorsten Strasas

In den letzten Wochen haben wir unglaublich viel Solidarität erfahren. Unsere Seite auf facebook ist 30.000 Mal aufgerufen worden, über 80 Personen hatten uns über die Webseite kontaktiert. Aus der ganzen Republik meldeten sich Menschen, die mit uns fahren wollten. Für uns ist es ein Zeichen dafür, wie groß die Solidarität in der Bevölkerung mit Geflüchteten ist. Die rassistischen „Asylfeinde“ dominieren derzeit zwar die öffentliche Debatte, allerdings nur weil sie lauter aber nicht zahlreicher als die Menschen sind, die Geflüchtete solidarisch unterstützen.

Einräumen der Spenden
Einräumen der Spenden // © Thorsten Strasas

Wir fahren nach Spielfeld, weil im sogenannten Niemandsland zwischen Österreich und Slowenien die Geflüchteten lange ausharren müssen bevor sie weiterreisen können und es bisher noch keine konsequente Unterstützung für sie gibt. Seit heute dürfen Freiwillige das Gebiet betreten, vorher hatten die slowenischen Behörden das nicht zugelassen. Wir werden als eine der ersten Gruppen uns bei der Unterstützung der Geflüchteten dort vor Ort einbringen.

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